Freifunk Lübeck

Die Vorratsdatenspeicherung kommt

Ab dem 1.7. tritt die Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Freifunknetze in Deutschland sind direkt betroffen.

Freifunk schwarz-weiß

Ab dem 1. Juli 2017 werden wir uns in der folgenden, misslichen Lage befinden:

  1. Die Vorratsdatenspeicherung tritt in Kraft.
  2. Die Störerhaftung wurde nicht abgeschafft.

Privatleute, die keine Verpflichtung zur VDS haben, können dank nicht abgeschaffener Störerhaftung nun nicht bedenkenlos selber ausleiten. Wer hätte gedacht, dass es möglich wäre, zwei Züge so umzugleisen, dass sie auf einem dritten vorhersehbar zusammen stoßen werden…

Leider ist es für uns nicht möglich, eine VDS für ein Freifunknetz zu implementieren.

Daher gäbe es nun die Möglichkeit (a) entweder den Internet-Dienst im Lübecker Freifunknetz ab dem 1.7. einzustellen. Oder (b), wieder auf einen externen Internet-Dienstleister aus dem europäischen Ausland zurückzugreifen.

Die Variante (b) hatten wir zur Anfangszeit von Freifunk Lübeck schon genutzt, bis es dann die klärenden Urteile und Einschätzungen auch für Deutschland gab. Damals waren wir aber auch bei weitem kleiner.

Das kann bedeuten, dass falls wir Option (b) nehmen, bei unserer jetzigen Knoten- und Nutzerzahl entweder erheblich höhere Kosten auf uns zukommen oder bei gleichbleibenden Kosten mit starken Geschwindigkeitseinbußen zu rechnen ist.

Zu guter letzt: Bitte informiert euch, was die Vorratsdatenspeicherung ist und unterzeichnet ggf. die Verfassungsklage vom Digital Courage e.V. mit:

Sprecht mit euren Bundestagsabgeordneten hier in Lübeck über die Vorratsdatenspeicherung und Störerhaftung:

Wer noch weitere Ideen zum Umgang mit dieser Situation hat, ist wie immer herzlich zum Freifunk-Orga-Treffen jeden dritten Donnerstag im Monat, Beginn 19:00 Uhr, im Nobreakspace eingeladen: